Rechtsgebiete


Corporate Social
Responsibility

Wir beraten Unternehmen zu allen rechtlichen Aspekten der verantwortungsvollen Unternehmensführung (Responsible Business Conduct) und entwickeln mit ihnen maßgeschneiderte Lösungen, um der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeits- (Sustainability) und ESG-Aspekten (Environment, Social, Governance) in der Wirtschaft angemessen Rechnung zu tragen. Konkret geht es darum, die Chancen und Risiken zu erkennen, die für das jeweilige Unternehmen mit Nachhaltigkeits- und ESG-Aspekten verbunden sind, und die Unternehmensstrategie sowie operatives Geschäft entsprechend auszurichten. Dazu zählt auch ein sinnvoller Umgang mit der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen (Corporate Social Responsibility, kurz CSR), nicht zuletzt aus Reputationsgründen und zur Vermeidung von Haftungsrisiken.

Proaktives Handeln im Hinblick auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung schafft Wettbewerbsvorteile, erleichtert die Kreditaufnahme und reduziert wirtschaftliche Risiken. Wie stets setzt das Recht auch hier die Leitplanken für das unternehmerische Handeln. Die Berücksichtigung des Zusammenspiels von ESG und Recht ist daher von grundlegender Bedeutung. Hinzu kommt eine zuletzt deutlich zunehmende Zahl an ESG-spezifischen regulatorischen Maßnahmen bzw. Regulierungsvorhaben. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Sustainable Corporate Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Sustainable Finance sowie Klimaschutz / Energiewende.

Aktuell steht insbesondere das neue nationale Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) im Fokus, das zum 1. Januar 2023 in Kraft tritt, sowie ein entsprechendes Regelungsvorhaben auf europäischer Ebene. Für die unmittelbar betroffenen Unternehmen werden hierdurch erstmals verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten gesetzlich verankert. Aber auch zahlreiche andere Unternehmen werden über sog. Weitergabeklauseln in Lieferverträgen mittelbar betroffen sein.

Im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung befasst sich die EU-Kommission derzeit mit der Überarbeitung und Ausweitung der bisher sogenannten nichtfinanziellen Berichterstattung (Non-Financial Reporting Directive, kurz NFRD), zu der bislang gemäß §§ 289b ff., 315b ff. HGB nur große kapitalmarktorientierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern verpflichtet sind. Unabhängig von den Reformplänen ist bei der nichtfinanziellen Berichterstattung künftig die EU-Taxonomie für ökologisch nachhaltige Tätigkeiten zu berücksichtigen. Zudem ist diese auch für die nachhaltigkeitsbezogenen Offenlegungspflichten von Finanzmarktteilnehmern und Finanzberatern relevant (Sustainable Finance Disclosure Regulation, kurz SFDR).

Schließlich nimmt die Zahl an nachhaltigkeitsbezogenen Rechtsstreitigkeiten deutlich zu. Ein Meilenstein war insoweit die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Verpflichtung des Staates zum Klimaschutz, die eine kurzfristige Erhöhung der Emissionsreduktionsziele im deutschen Klimaschutzgesetz zur Folge hatte.
Unsere Mandanten schätzen, dass wir stets praxisnah beraten. Unsere Experten sind vernetzt mit Nachhaltigkeitsexperten in Unternehmen, Handelskammern und Beratungsgesellschaften und daher auch über spezifisch juristische Fragen hinaus mit dem aktuellen Stand der Umsetzung von ESG-Maßnahmen, aber auch den Problemen bestens vertraut. 

Nach Herausgabe des ersten umfassenden Werkes zum Thema „CSR und Recht“ im Jahr 2015 arbeiten unsere Experten momentan an einem Kommentar zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, der 2022 erscheinen wird. In unserem Newsletter „ESG und Recht“ sowie in zahlreichen Blogbeiträgen (Alle Newsletter und Blogbeiträge sind am unteren Ende dieser Seite zu finden) informieren sie zudem regelmäßig über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit / ESG / CSR.

ESG-Konzept und Code of Conduct

Wir unterstützen unsere Mandanten mit unserem juristischen Know-How dabei, das für ihr Unternehmen passende ESG-Konzept zu gestalten und zu implementieren: Das betrifft z.B. die Ausgestaltung oder Überprüfung eines eigenen Code of Conduct, die Formulierung von ESG-Bedingungen für Lieferanten und Schulungen zu internationalen themen- oder branchenspezifischen Rahmenwerken.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung und Organhaftung

Wir beraten Vorstand und Aufsichtsrat bzw. Geschäftsführer umfassend dazu, welche ESG-Maßnahmen in der spezifischen Unternehmenssituation vom unternehmerischen Ermessensspielraum gedeckt sind. Wir klären auch, welche ESG-Maßnahmen eventuell sogar erforderlich sind, um den Sorgfaltspflichten bei der Unternehmensführung nachzukommen und persönliche Haftungsrisiken zu vermeiden.

Nichtfinanzielle Berichterstattung

Im Hinblick auf die „nichtfinanzielle Berichterstattung“ nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz beraten wir die unmittelbar berichtspflichtigen, großen börsennotierten Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern ebenso wie davon mittelbar betroffene kleine und mittelständische Unternehmen. Natürlich haben wir auch die Auswirkungen der beabsichtigten Ausweitung und Fortentwicklung hin zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Blick.

Menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflicht in der Lieferkette

Wir unterstützen unsere Mandanten dabei, die im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz vorgesehenen menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten in ihrem Unternehmen durch die vorgegebenen Elemente zu implementieren:

•    Risikoanalyse
•    Grundsatzerklärung/Menschenrechtsstrategie
•    Verankerung von Präventionsmaßnahmen
•    Abhilfemaßnahmen
•    Dokumentation und Berichterstattung
•    Beschwerdemechanismus

Krisensituationen

Sobald Menschenrechtsverstöße im eigenen Konzern oder bei Lieferanten offenbar werden, ist zügiges Handeln gefordert. Schadensersatzforderungen durch Betroffene und Reputationsschäden durch negative Berichterstattung können schnell ein bedrohliches Ausmaß annehmen. Wir beraten Sie zum Umgang mit den Stakeholdern. Insbesondere unterstützen wir Sie bei der Einleitung geeigneter Maßnahmen, um die Verstöße abzustellen oder Geschäftsbeziehungen zu beenden und die entstandenen Schäden zu regulieren. Erforderlichenfalls vertreten wir ihr Unternehmen gegenüber Behörden und in Schadensersatzprozessen. Sofern sich Anhaltspunkte für eine Innenhaftung von Organmitgliedern ergeben, arbeiten wir Hand in Hand mit unseren D&O-Spezialisten.